Das Fettkraut ist die Anfängerpflanze für das Fensterbrett. Es verträgt kalkhaltiges Gießwasser, trockene Luft, nimmt auch mit einem sonnenlosen Fensterplatz vorlieb und belohnt den Bezitzer mit zahlreichen Blüten über das ganze Jahr. Pinguicula ist die ideale Pflanze für das Küchenfenster, da ihr insbesondere die lästigen Fruchtfliegen auf den Leim gehen.
In den letzten Jahren sind zahlreiche blühfreudige Kulturhybriden neu entstanden. Im Winter werden oft kleinere und dickere (sukkulente) Blätter ausgebildet, die teilweise keine klebrigen Fangdrüsen besitzen. Mit Hilfe dieser Winterblätter werden im Heimatland Mexiko die Trockenzeiten überdauert. Die Pflanzen sollten dann auch nicht mehr ständig im Wasser stehen.


© Thomas Carow

P. moranensis austreibende Rosette im Frühjahr. Der Unterschied von den kleinen Winterblättern zu den neuen großen Sommerblättern ist deutlich zu sehen.

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© Thomas Carow

P. caerulea aus Nordamerika. Wie bei vielen Arten ist auch hier die Knospe dicht mit Drüsen besetzt.

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Die nordamerikanischen Arten P. primuliflora, P. caerulea, P. lutea sind teilweise im Handel zu finden, sie sind jedoch wesentlich empfindlicher in der Kultur als die zuvor genannten mexikanischen Arten und Hybriden. Diese Arten müssen ganzjährig feucht stehen.
Wer einen feuchten und halbschattigen Steingarten besitzt, kann sich mit den sog. temperierten winterharten Arten beschäftigen. Hier sind vor allem P. vulgaris, P. grandiflora und P. leptoceras zu nennen.